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Bloggst du noch oder snappst du schon?

Wisst ihr was mich am Bloggerdasein so in letzter Zeit so richtig nervt, der permanente Schrei nach Aufmerksamkeit, außerhalb des Blogs. Es reicht nicht mehr tolle Inhalte auf seinem Blog zu bringen, nein man muss auch präsent auf Snapchat und Instastories sein, um von seinen Inhalten überzeugen zu können. Da werden Babys bzw. kleine Kinder in die Öffentlichkeit gezerrt und Snapchatvideos mit vermeintlich lustigen Filtern gedreht. Das erste was diese Kinder in seinem Leben zu sehen bekommen sind Smartphones. Hat sie jemand gefragt, ob sie das wollen bzw. ob das auch wenn sie mal älter sind in Ordnung für sie war? Peinliche Videos, wo Kinder in Hochstühlen vollgekleckert mit Pasta sitzen und der Hund das angewiderte Kind abschleckt, die Mutter das auch noch filmt und ins Internet stellt, anstatt den Hund von dem Baby wegzunehmen, findet man mittlerweile jeden Tag im Internet? Was zahlen wir für einen Preis für ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Followerzahlen auf Instagram, Snapchat und Co. Oder auch Blogger, die vermeintlich nichts besseres zu tun haben als ihren halben Alltag in eine Smartphonekamera zu sprechen. Und das Schlimmste, es gibt auch noch zigtausend Menschen, die sich diese Videos 24/7 reinziehen.

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Ich gehöre zu den Bloggern, die nicht auf Snapchat sind und auch noch kein einziges Instastories gemacht haben und komme mir vor als wäre ich die einzige. Bin ich deswegen ein schlechterer Blogger, da ich nicht bereit bin jedes Detail meines Lebens mit der Öffentlichkeit zu teilen, in die Kamera zu heulen oder Dinge zu filmen, die man schon zum hundertsten Mal gesehen hat? Sind meine Inhalte trotz der fehlenden „follow me around Videos“ und Schwafeleien in eine Smartphonekamera noch interessant bzw. mein Blog es wert aufgerufen zu werden? Wenn ich mir die Entwicklung so ansehe bin ich mir nicht so sicher. Das Bloggen sowie Bloggerdasein hat sich verändert und entwickelt sich in eine Richtung, die ich nicht gut heiße. Ich bin nicht bereit mich zu verkaufen, nur um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Ich möchte nicht wie die Lemminge blindlings etwas hinterherlaufen und es vielleicht in 15 Jahren zu bereuen. Klar auf Snapchat und Instastories sind die Inhalte nach 24 Stunden gelöscht, man merkt sich aber Dinge, die jemand tut oder auch sagt. Wir schreien so oft auf, wenn es um unsere Privatsphäre in Sachen Datenspeicherung geht, selbst geben wir aber in den Social Media Kanälen alles preis.

Ich habe meinen Blog gegründet, um meine Outfits und meinen persönlichen Stiel, inspirierende Dinge mit Menschen zu teilen. Klar gehört zu einem Blog auch eine Persönlichkeit bzw. Person, die man auch ein wenig näher kennenlernen kann. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn es aber darüberhinaus geht, man einen halben Tag vor dem Smartphone verbringen muss, da man das Gefühl hat, dass sich die Community ansonsten nicht für einen interessiert, dann geht das für mich zu weit. Und das ist auch der Grund, warum ich mich nie durchringen konnte auf Snapchat oder Instastories aktiv zu werden und das Hauptaugenmerk noch immer auf meinem Blog liegt. Instagram sowie Facebook verwende ich als unterstüzende Medien, um Bilder oder Inhalte noch mal zu teilen. Klar kann man hier jetzt einwenden, dass ist doch jedermanns Sache, das stimmt auch, ich bin es nur schon leid, dass Snapchat und Co mittlerweile die Inhalte auf vielen Blogs killen. Seh ich das zu eng oder wie seht ihr das?

Bis bald!

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4 Comments

  • Reply Patricia

    Toller Beitrag, ganz ehrlich! Der Schrei nach Aufmerksamkeit wird wirklich immer ärger.
    Ich weigere mich bis heute auf Snapchat aktiv zu sein. Ich hatte es genau 10 Minuten und habe es dann gelöscht. Mit Insta Stories konnte ich mich auch noch nicht anfreunden, aber ich habe diese Woche hin und wieder mal ein paar Videos veröffentlicht oder Fotos rein gestellt (aber eigentlich auch nichts Besonderes). Aber dass ich mich selbst dauernd filme und etwas erzähle, könnte ich nicht, das schaue ich mir bei den anderen meist auch gar nicht an.

    November 6, 2016 at 3:00 pm
    • Reply michaelaleitenbauer

      Danke liebe Patricia. Freut mich, dass nicht nur ich die Sache so sehe. Fotos und ein paar Videos auf Instastories sind ja nicht so schlimm, ich finde lediglich die Entwicklung, dass man seinen ganzen Tag in die Kamera schwafelt echt bedenkenswert. Liebe Grüße, Michaela

      November 6, 2016 at 7:17 pm
  • Reply misses popisses

    Liebe Michaela,
    ich finde diese Entwicklung auch nicht so toll. Die Leute posten andauernd irgendwelche Videos, die mehr schlecht als recht sind. Wen interessiert es, ob der Hund gerade schlimm ist, man am Weg zu ner „tollen“ Veranstaltung ist, neue Duschtabletten testet und sich so für jeden Blödsinn hergibt, nur weil man dann sagen kann, mit jemanden kooperiert zu haben? Ich mache solche Dinge nicht mit, habe bisher noch kein einziges Video gedreht und habe auch kein Snapchat. Für mich reicht das alles so, schliesslich möchte ich nicht andauernd online sein müssen.
    Alles Liebe
    Elisabeth

    http://www.missespopisses.com

    November 10, 2016 at 10:06 am
  • Reply Iris

    Ich finde es auch sehr schlimm wie manche Blogger ihr ganzes Privatleben für ein paar Klicks und Aufrufe preisgeben. Sogar zum Sport oder noch schlimmer auf die Toilette nehmen sie ihre Follower mit. Letztens hat eine Bekannte von mir ein Foto von ihrem Kind auf FB gepostet, dass Durchfall durch die Windel hinaus hatte und schon ein bisschen Pooo in der Hand und direkt zum Mund hatte! Wie kann man als Mutter zuerst nach der Kamera suchen um das zu dokumentieren und dann auch noch online stellen? Natürlich konnte ich mir ein bösartiges Kommentar dazu nicht verkneifen! Manchmal scheint es als hätten Facebook, Twitter und Co manchen Menschen sogar das letzte bisschen Verstand geraubt.

    Toller Beitrag liebe Michi! Liebe Grüße Iris, http://www.sprinzeminze.com

    November 12, 2016 at 12:56 pm
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