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Die ehrenvolle Aufgabe der Brautjungfer – Ein Special

2014 ist das Jahr der Hochzeiten – zumindest kommt es mir so vor. Wo ich hinsehe, überall wird geheiratet und ich habe das Gefühl, dass ich womöglich die Letzte sein werde, die unter die Haube kommt.

Wenn sich ein Jahr lang alles rund um den „schönsten Tag des Lebens„ dreht, dann ertappt man sich schon manchmal selbst mit solchen Gedanken. Ganz so schlimm, wie es sich jetzt vielleicht anhört, ist es jedoch nicht. „Gut Ding will Weile haben“ dieses Sprichwort kennt jeder und so ist es auch mit dem Heiraten.

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Angefangen hat alles letztes Jahr, als ich von meiner besten Freundin gefragt wurde, ob ich zusammen mit einer Freundin eine ihrer Brautjungfern sein möchte. – Natürlich habe ich sofort „Ja“ gesagt, denn so eine ehrenvolle Aufgabe bekommt man ja nicht alle Tage. Was da noch organisatorisch auf mich zukommen sollte, konnte ich damals noch nicht erahnen. In meinem Fall waren es: 365 Tage Vorbereitungszeit, 189 Tage Organisation des Junggesellinnenabschieds, 3 Tage lang die beste Freundin in Hochzeitskleider bewundern, 2 Tag lang Brautjungfernkleider, Schuhe und Accessoires suchen, 1 ½ Tage den Hochzeitstanz einstudieren, 1 Tag lang alles aufbauen, 24 Stunden lang poltern und 24 Stunden lang den schönsten Tag von meiner besten Freundin und ihrem Mann feiern.

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Mit dem Amt der Brautjungfer nimmt man auch automatisch gewisse Aufgaben wahr. Natürlich hängt dies auch von den Wünschen der Braut ab. Zu unseren Aufgaben zählten:

  1. der Braut beim Brautkleid aussuchen beratend zur Seite stehen
  2. Brautjungfernkleider in gewünschter Farbe und dasselbe Modell auswählen
  3. bei den Bastelarbeiten bzw. DIY (Einladungen, Tischdekoration,…) unterstützend mitwirken
  4. den Junggesellinnenabschied bzw. Polterabend organisieren
  5. die Braut moralisch unterstützen, immer ein offenes Ohr haben und mit Rat und Tat zur Seite stehen
  6. beim Aufbauen und Dekorieren der Location helfen
  7. Kommunikation zwischen den Gästen sowie Filmer und Fotografen erhalten
  8. am Hochzeitstag der Braut beim Anziehen / Toilettengang / Drapieren beim Fotografieren helfen
  9. am Hochzeitstag die Geschenke annehmen und sicher verstauen

Mit zu den größten Aufgaben gehört die Organisation des Junggesellinnenabschieds. Wichtig hierbei ist es, die Wünsche und Vorlieben der Braut bei der Planung zu berücksichtigen. Die Spiele sowie Locations sollten daran angepasst sein. Plant nicht zu viele Spiele und lasst es auf euch zukommen, welche ihr dann wirklich nehmt, denn es kommt immer auf die aktuelle Stimmung an.

Die Größe der Poltertruppe ist ebenfalls von großer Bedeutung. Je größer desto früher sollte man mit dem Planen beginnen und die Lokalitäten reservieren. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man mit einer sehr großen Gruppe nicht jeden zufrieden stellen kann. Hierbei ist es dann wichtig, sich nicht die Stimmung verderben zu lassen und sich das nicht zu Herzen nehmen. Hauptsache die Braut und der Großteil der Poltertruppe hat Spaß.

Die zukünftige Braut soll an diesem Abend natürlich in Szene gesetzt werden. Für unseren Junggesellinnenabschied wollten wir es, wie es in Amerika so üblich ist, „Girly-like“. Weißes Kleid mit pinker Schärpe und Diadem inklusive Schleier. Damit die Poltertruppe als Gruppe erkennbar ist, eignen sich ein vorgegebener Dresscode – es müssen ja nicht immer die langweiligen T-Shirts mit blöder Aufschrift sein – und Buttons mit Aufschriften wie „Team Bride“ sehr gut. Um den Junggesellinnenabschied gebührend zu starten empfehle ich kleine Sektgetränke inklusive Strohhalm und Macarons. Das erfreut bestimmt jede Frau.

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Hat man den Junggesellinnenabschied hinter sich gebracht, ist auch schon die größte Hürde geschafft. Die Vorbereitungen für die Hochzeit selbst, sowie der Hochzeitstag, sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Zeit für private Dinge hat man die letzte Woche nur wenig. Dinge die noch zu erledigen sind, kreisen einem permanent durch den Kopf. Am Hochzeitstag selbst kümmert man sich überwiegend um das Brautpaar und alles Drumherum. Der Tag rast an einem vorbei und hinterher denkt man sich: „Wahnsinn wie viel Arbeit in einem einzigen Tag steckt.“

Eines sollte euch als angehenden Brautjungfern bewusst sein, ihr müsst auf alle Fälle sehr viel Zeit, Geduld und Nerven investieren. Doch es lohnt sich allemal, so nahe an der Hochzeit eines Menschen, den man gerne hat, dabei zu sein und alle Höhen und Tiefen miterleben zu dürfen. Das bekommt man nur durch die verdienstvolle Aufgabe der Brautjungfer.

Bis bald!

Signatur

Schärpe: My Bridal Shower I Buttons: My Bridal Shower I Diadem und Schleier: My Bridal Shower I Pom Pom Dekoration: VISIONÄR IKEA I Bellini: Canella Bellini I Macarons: LaaKronen Kurkonditorei Oberlaa

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