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Next stop: Istanbul

Letzte Woche war es endlich soweit, es ging für sechs Tage nach Istanbul. Da ich zuvor noch nie in dieser riesigen Metropole war, flog ich mit Neugier, Aufregung und Vorfreude in diese Stadt. Was mich dort erwartete hätte ich mir zuvor in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt. Istanbul präsentierte sich als Stadt der Katzen und Hunde, wo Gegensätze aufeinanderprallen, wo die verrücktesten Taxi- und Busfahrten stattfinden, wo die freundlichsten Leute anzutreffen sind, der höchsten Kulinarik, mit den meisten Häusern und Moscheen und wo Tradition und Moderne aufeinandertreffen.

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Die Stadt, welche 18 Millionen Einwohner hat und auf zwei Kontinenten liegt hat mich jeden Tag wieder aufs Neue überrascht. Was mir sofort ins Auge gesprungen ist, waren natürlich die vielen Katzen und Hunde. Wer sich jetzt denkt, die sind sicherlich arm und abgemagert, der irrt völlig. Die Hunde werden von der Stadt aus gechipt und wie die Katzen werden sie von den Einwohnern gefüttert. Dies führt soweit, dass man Katzen an den ungewöhnlichsten Orten wie z.B. im Starbucks auf den Bänken oder auch in Moscheen antrifft. Neben den Katzen und Hunden haben mich die Häuserschluchten, die ein Zuhause für Millionen von Menschen bieten, fasziniert aber zugleich erschreckt. In Istanbul reiht sich ein Haus an das Andere, die Einen sind neu und modern und die Anderen alt und verfallen. Sieht man erst diese Dimensionen wird einem klar, wie riesig diese Stadt eigentlich ist. Istanbul liegt auch nicht eben und so kommt es nicht selten vor, dass Straßen nach oben und danach gleich wieder nach unten führen. Das ist besonders spannend bei Taxi- oder Busfahrten. Verkehrsregeln kennen die Istanbuler anscheinend nicht, zumindest fährt jeder so, wie er möchte. Gibt es Probleme dann wird einfach gehupt oder es werden aus einer Spur zwei oder drei Spuren gemacht. Riskante Überholmanöver, Staus und Drängeleien sind im Istanbuler Straßenverkehr nichts Besonderes. Wer ein wenig Action braucht der sollte unbedingt mit dem Taxi fahren. Ganz ehrlich: so um mein Leben gefürchtet habe ich mich das letzte Mal bei einer Taxifahrt in Rom. Ich muss jedoch fairerweise dazusagen, dass ich in den sechs Tagen keinen einzigen Unfall gesehen habe. Generell bieten sich Taxifahrten in Istanbul an, da diese nicht teuer sind und bei vier Personen oft billiger sind als die öffentlichen Verkehrsmittel.

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Wer in Istanbul ist, sollte sich unbedingt die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ansehen. Zu diesen zählen die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, den Topkapı-Palast, der Galataturm, der Große Basar, der Gewürzbasar, der Dolmabahçe-Palast, die Bosporus-Brücke (inklusive Bootsfahrt), das Goldene Horn, die İstiklal Caddesi Straße und die Suleymaniye-Moschee. Viele der genannten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Stadtteil Eminönü. Ein Highlight befindet sich entlang des Bosporus im Stadtteil Beşiktaş. Dort sind der Otaköy Hafen und die Otaköy-Moschee sowie zahlreiche Restaurants mit der Bosporus-Brücke im Hintergrund.

Wer noch ein bisschen mehr von der Stadt kennenlernen möchte und in die Kultur richtig eintauchen möchte, der sollte unbedingt in den Stadtteil Eyüp und die Eyüp-Moschee, welche die heiligste Moschee der Stadt ist, besuchen. Hier sind auch nicht so viele Touristen, wie bei den anderen Moscheen. Danach bietet sich ein Besuch im Café Pierre Loti an, welches auf sich einem Berg im Eyüp befindet. Von dort hat man einen traumhaften Ausblick auf Istanbul. Weiters empfiehlt sich auch die Theodosianische Mauer des ehemaligen Konstantinopels anzusehen.

Unterkunftsmäßig empfehle ich im europäischen Teil ein Hotel zu buchen, da hier die meisten Sehenswürdigkeiten sind. Der Teil rund um den Taksim-Platz ist bekannt als „Feier- und Studentenviertel“. Partys und Feiern wird hier groß geschrieben und Ruhe gibt es hier eigentlich nie. Musik, Trommeln und Gesang gehören um vier Uhr Früh zur Nachtruhe. Für diejenigen die es ruhiger möchten, sollten sich im europäischen Teil (Eminömü, Faith), wo sich die meisten Sehenswürdigkeiten befinden, einquartieren.

Kulinarisch kann ich das New Hatay Restaurant empfehlen, welches sich im Stadtteil Eminömü befindet. Dieses Restaurant bietet türkische Spezialitäten, wie verschiedene Kebap- und Fischplatten, an. Jedoch kommen auch Vegetarier hier auf ihre Kosten. Wer es ein bisschen edler und einen atemberaubenden Ausblick möchte der sollte ins Hamdi Restaurant im Radisson Blu Hotel Istanbul Pera schauen. Hier gibt es ebenfalls türkische Küche, für Vegetarier werden jedoch nur Vorspeisen und Salate angeboten. Für einen Cocktailabend bietet sich das 360 in der Nähe des Taksim-Platz an. Das 360 ist eine hippe Bar, die sich im sechsten Stock befindet und einen zauberhaften Ausblick rund um die Stadt bietet. Neben diesen beiden Restaurants und der Bar gibt es jedoch für jeden Geschmack etwas. Es wird auch europäische Küche angeboten, wobei ich die Türkische mehr empfehle.

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Istanbul ist auf jeden Fall eine Reise wert. Zumindest einmal im Leben sollte man diese Millionenstadt gesehen haben. Wer die Stadt nicht mit eigenen Augen gesehen hat, der wird nie erfahren, wie Istanbul wirklich ist. Deshalb sollte es für jeden heißen, der noch nicht dort war, oder für alle die die Metropole nochmal besuchen wollen: Next stop: Istanbul.

Bis bald!

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